Samstag, 11. Dezember 2021
Wasserspaßbremsen
„In den vergangenen 17 Jahren sind durchschnittlich jährlich 80 Schwimmbäder geschlossen worden.“
https://www.dlrg.de/informieren/die-dlrg/rettet-die-baeder/
„Am häufigsten steht das kommunale Schwimmbad auf der Streichliste. Jede sechste Maßnahme betrifft die Schließung eines Hallen- oder Freibades oder zumindest die Einschränkung des Betriebs.“
Georg Winters: Nur jede sechste Kommune erwartet einen Überschuss, Rheinische Post 8. Dezember 2021, S. B1
„Der Planer geht davon aus, dass bis zu 200.000 Menschen diesen Surfpark besuchen können. Wir bringen Krefeld damit auf die Landkarte, weil von weit her Menschen hierhin kommen werden, um diese tolle Welle nutzen zu können. […] Das ist eine Chance, die kann man nicht einfach liegen lassen.“
Krefelder Oberbürgermeister Frank Meyer im You tube - Video "Wavegarden Elfrather See" vom 20. Dezember 2019
„Eine Session im Wavegarden Bristol kostet dich ungefähr 55 bis 70 Euro. […] Somit bleibt die beste von Menschen gemachte Welle der Welt wohl auch weiterhin ein Spielplatz für die wenigen Glücklichen, die sich den kostspieligen Ritt leisten können oder der weltweiten Surfelite angehören.“
Pascal Christen: Wavegarden Review 2021: Von Kelly Slater’s Surf Ranch bis zu geplanten Surfparks in Deutschland
„70 Prozent der Surfer sind junge Akademiker. Auch für diese Schicht muss man etwas machen, weil die die Stadt voranbringen können.“
Bernd Scheelen (Kulturrat) in der "Rheinischen Post - Krefeld" vom 6. Dezember 2021
Samstag, 4. Dezember 2021
Krisenreaktionskrise
„Es ist leicht, in diesen Tagen ein deprimierendes Gefühl zu bekommen. Die Masken sind zurück, eine neue Corona-Variante kommt angerollt und der Weg heraus aus der Pandemie erscheint plötzlich wieder unsicher. Auch wenn jetzt zwei Jahre vergangen sind, seit Covid-19 erstmals in China entdeckt wurde, über fünf Millionen Menschen nachweislich gestorben und eine Viertelmilliarde infiziert worden sind, gibt es immer noch nichts, das an eine koordinierte globale Reaktion auf die Krise erinnern würde. […] Zwei Jahre, nachdem die Corona-Krise begann, ist die Welt offenbar nicht klüger geworden.“
"Politiken“ – DLF-Presseschau vom 1. Dezember 2021
„Während die Impfstofflager in den entwickelten Ländern gut gefüllt sind, ist der Mangel in den ärmsten Ländern weiterhin die Regel. […] Der Kampf gegen die Verbreitung der Virusvariante kann so lange nicht gewonnen werden, wie die globale Impfquote nicht signifikant nach oben geht.“
„Le Monde“ – DLF-Presseschau vom 1. Dezember 2021
Solange die Patente nicht freigegeben sind […] werden wir da nicht weiterkommen. […] Als das das erste Mal in der Debatte war […], hieß es, Patentfreigabe würde nichts nützen, weil die Produktionskapazitäten auszubauen, würde mindestens ein Jahr dauern. Das Jahr ist rum.“
Jutta Paulus am 1. Dezember 2021 im Webinar „Aufbruch für Europa? Was der Koalitionsvertrag für die Europapolitik bedeutet“
„Was wäre, wenn die Art und Weise, wie wir auf die Krise reagieren, Teil ebenjener Krise ist?“
OYA 66 - Wortkompost
Samstag, 27. November 2021
Transformationsindustrie
„Falls Ihnen das noch keiner gesagt haben sollte: SARS-COV-2 is here to stay. Das Virus mutiert ständig in potenziell Milliarden von Menschen, die noch ungeimpft sind. Wir werden mit ihm noch lange, lange zu tun haben.“
Ulrich Gutmair: Warum wir erst jetzt geboostert?. TAZ vom 27./28. November 2021
„Die Menschheit verbraucht konstant mehr Ressourcen, als die Erde und ihre natürlichen Systeme in der gleichen Zeit nachproduzieren kann.“
Nadja Podbregar: Wettlauf auf Kosten des Planeten. „Natur.de“ am 24. November 2021
„Das Dilemma besteht darin, dass gerade das, was Entwicklung bewirkt - die Industrialisierung - die natürlichen Grundlagen der Entwicklung zerstört. Uns stellt sich ganz eindeutig nach wie vor die Frage, was für eine Art von Entwicklung und welche Art von Wirtschaftswachstum wir wollen. Wenn wir nicht bald lernen, einen lebenserhaltenden Planeten zu pflegen, anstatt ihn auszuplündern, wird es wirklich zu spät sein.“
Petra Kelly: Vortrag bei der Gandhi Foundation in London, 1988. Volltext der Rede bei lebenshaus-alb.de
„Die Industrie macht Umweltschutz nachhaltig. [...] Das Umweltrecht hat sich bereits vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie zu einem großen Investitionshemmnis für Unternehmen entwickelt.“
Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI): https://bdi.eu/spezial/wir-machen/nachhaltigkeit
„Uns läuft die Zeit davon. […] Wenn wir scheitern würden, würden wir das Erfolgsmodell des Industrielands Deutschland zerstören und den Wohlstand des ganzen Landes gefährden.“
BDI-Präsident Prof. Dr. Siegfried Russwurm am 21. Oktober 2021 auf der Pressekonferenz zur Klimapfadstudie 2.0
„Die Welt geht unter. Es werden Experten gebraucht. Man braucht ein Namensschild, ein Thema und jemanden, der einen anmoderiert.“
Alexander Osang im SPIEGEL vom 30. Oktober 2021, S. 65
Samstag, 20. November 2021
Freiheitsverteidigungspedal
„Wer das Tempolimit als unwichtig belächelt, der steht nicht auf dem Boden der Realität. Für viele wäre ein Tempolimit eine Einschränkung gewesen, die sie jeden Tag gefühlt hätten. Da stellt sich die Frage: Ist das verhältnismäßig? Ist die Freiheitseinschränkung angemessen gegenüber dem, was damit gewonnen werden kann? Und die Argumente der Befürworter - sowohl hinsichtlich der Verkehrssicherheit als auch hinsichtlich des Einflusses auf den Klimawandel - überzeugen mich nicht. Deshalb bin ich froh, dass die Freiheit hier Vorfahrt hat.“
Juli-Chefin Franziska Brandmann in der WELT vom 15. November 2021, S. 4
"Das Rasen auf der Autobahn in Deutschland ist ein bisschen wie der Waffenbesitz in den USA. Mir leuchtet das auch nicht ein, dass das so hochgehalten wird.“
Robert Habeck bei "Anne Will" am 24. Oktober 2021
„Deutschland hat die freiheitlichste Autobahn der Welt, und diese Freiheit muss täglich mit dem Gaspedal verteidigt werden. Wer vorsätzlich schleicht, ist ein Feind der Demokratie…“
Zippert zappt. WELT vom 17. November 2021, S. 1
Samstag, 13. November 2021
Frustrationsgerechtigkeit
„Wir haben überall Wasser, aber wir haben keinen Tropfen mehr aus Teichen oder Brunnen zum Trinken.“
Nazma Khatun aus Gabura am Bengal-Flussdelta auf "weather.com" am 5. November 2021
"Klar, Klimawandel ist das Problem der ganzen Welt, aber reiche Länder haben das Problem ausgelöst und sind dadurch reich geworden. Das ist der Punkt, an dem Politik anfängt. Arme Länder leiden jetzt darunter. […] Nach den Fluten im Ahrtal hat die Regierung von Angela Merkel 30 Milliarden gegeben. Das ist gut und richtig. Aber wir fragen: Für die Schäden, die bei uns entstehen, habt ihr nichts übrig? […] „Schäden sind das, was man reparieren kann, wenn man viel Geld hat: eine Brücke, ein Deich. Verluste sind, was nicht wiederkommt […] Eigentlich müsste es Haftung und Kompensation heißen, aber das wussten die reichen Länder zu verhindern, denn das hätte juristische Konsequenzen: Sie müssten zahlen. […] Früher verlief der Riss zwischen armen und reichen Ländern. Aber die Reichen interessieren sich nicht dafür, wenn wir sterben. Jetzt entsteht der Konflikt zwischen Jung und Alt.“
Saleemul Huq (International Center für Climate Change and Development) in der ZEIT vom 11. November 2021, S. 42
„Ich fordere die Unternehmen auf, für den angerichteten Schaden zu zahlen, und die Regierungen, sie zahlen zu lassen“
Mohammed Nasheed (Malediven) im Guardian vom 12. November 2021
„Young people have more at stake in the fight against climate change than anyone else.“
Barack Obamas Tweet am 10. November 2021
„You are right to be frustrated.“
Barack Obama am 9. November 2013 in seiner Radio- und Internetansprache zum Streit um die Anhebung der Schuldengrenze und am 8. November 2021 zu den „young climate leaders“ auf der COP 26
Samstag, 6. November 2021
Politikverampelung
„Die Reformjahre, die jetzt vor uns liegen, werden keine ganz einfachen Jahre sein.“
Annalena Baerbock auf dem IG BCE-Kongress am 27. Oktober 2021
„Nach einem Jahrzehnt der Belastung soll jetzt ein Jahrzehnt der Entlastung kommen.“
Christian Lindner per Video auf dem IG BCE-Kongress am 27. Oktober 2021
„Wir müssen dafür sorgen, dass Arbeit und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wieder eine größere Rolle spielen in unserer Gesellschaft.“
Olaf Scholz auf dem IG BCE-Kongress am 27. Oktober 2021
„In der Demokratie sind alle gefragt, weil die Regierung von heute Opposition von morgen sein kann und umgekehrt.“
Armin Laschet auf dem IGBCE-Kongress an 27. Oktober 2021
„Grünen-Chefin Baerbock sieht Probleme bei ‚zentralen Baustellen‘.“
"Tagesschau" vom 5. November 2021
„Signalfarben, die keine eindeutige Handlungsanweisung enthalten, mögen manchmal das Bewusstsein für prekäre Situationen schärfen, Krisen werden dadurch keine bewältigt. Praktikabel ist einzig eine Ampel, deren Farben mit eindeutigen Maßnahmen verbunden sind, an denen es nichts zu rütteln gibt. Aus verschiedenen Gründen war und ist dies nicht durchsetzbar.“
Konrad Paul Liessmann: Die Verampelung der Welt. Wiener Zeitung vom 24. Oktober 2020
„Angesichts der jüngsten Entwicklungen in diesem Bereich sollte man eher von einer "Verhampelung" sprechen.“
Guentta am 24.10.2020 im Online-Kommentarbereich der Wiener Zeitung
Samstag, 30. Oktober 2021
Demodernisierungsdynamik
„Ich bezeichne eine Gesellschaft als modern, wenn sie auf dem Modus dynamischer Stabilisierung beruht. Das heißt, wenn ihre institutionelle Grundstruktur, also nicht nur das ökonomische System, sondern auch das Gesundheitssystem, das Bildungssystem, die Kultur permanent Wachstum, Beschleunigung und Innovation brauchen, um zu bestehen. Das ist ein Grundprinzip, das sich durch die Moderne zieht. Deshalb kann ich ziemlich genau angeben, was eine nicht moderne Gesellschaft wäre - nämlich eine, die dieses Prinzip aufgibt. Und ich glaube wir müssen tatsächlich dahin. Die Welt bedarf einer neuen Form der strukturellen Reproduktion, die nicht auf Steigerung beruht.“ […]
Die sich anbahnende Ampelkoalition ist sich einig darin, dass sie auf Wachstum setzen will. Aber was heißt das in der Baubranche, in der Transportbranche, in der Tourismusbranche, in der Nahrungsmittelindustrie? Sollen wir wirklich noch mehr fliegen und fahren, bauen und kaufen, reisen und essen? Die Computer und Smartphones in noch schnellerem Tempo austauschen? Und falls das nicht gemeint ist - in welchen Bereichen wollen diese Parteien denn wachsen, ohne mehr Ressourcen zu verbrauchen? Ohne das Stresslevel zu erhöhen? Es gibt darauf keine überzeugende Antwort.“
Hartmut Rosa in: DER SPIEGEL Nr. 41 vom 9. Oktober 2021, S. 120
„Das Wachstum der Infektionen steigt exponentiell. [...] Das Coronavirus schert sich nicht um die Sehnsucht nach der großen Freiheit.“
Martin Kessler: Hohe Inzidenzen, laxe Politik. Rheinische Post vom 28. Oktober 2021, S, A2
„…in diesen Krisenzeiten existieren nur zwei Betriebe, deren Wachstum ungebremst scheint: Tesla und der Bundestag.“
„Zippert zappt“ WELT v. 27. Oktober 2021, S. 1
Samstag, 23. Oktober 2021
Schöngeistakustik
„Niederschwellige Normalakustik, hochwertig und mit Glitzerstaubüberzug…“
Manuel Brug: Münchens Kulturtempel, der keiner sein will. Welt. 12. Oktober 2021, S. 18f
„Die Akustik in dieser 100 Jahre alten Trafohalle […] ist wunderbar. Die Gesprächsklangkulisse bleibt angenehm murmelig, knallt und wabert nicht. […] Der Chorklang ist weich und dunkel und hat Körper. Da kann der Philharmonikerklang nicht mithalten. Der Klang ist nüchtern, ihm fehlt Magie. Jede Feinheit ist hörbar, das Verklingen der Töne bildet gelegentlich Schlieren. […] Zudem kommt der Klang nur von vorn. Er ummantelt den Hörer nicht, was den unangenehmen Eindruck von Frontalunterricht verstärkt…“
Reinhard J. Brembeck; Akustischer Frontalunterricht. Süddeutsche Zeitung. 11. Oktober 2021, S. 13
„Der neue Behelfsbau […] klingt, ganz ohne Umschweife gesagt, völlig akzeptabel. Man kann dort konzentriert mit Freude und Gewinn Orchestermusik hören […]. Solche architektonischen Statements sind ein Zeichen dafür, dass das Bürgertum die museal gewordenen Areale des Industrieproletariats sozial kolonisiert ohne dessen kulturelle und ökonomische Interessen wirklich zu teilen. Man will seine Hegemonie sichern durch eine ausgestellte, daher auch falsche Bescheidenheit, die den Burgfrieden sichern soll.“
Jan Brachmann: Im Schützengraben der Unscheinbarkeit. FAZ. 11. 0ktober 2021, S.9
„Ich bin selber persönlich erschrocken darüber, wie Kinder mir jetzt sagen, dass sie eigentlich keine Lust haben, in diese lauten Klassen zurückzukehren. Wir muten den Kindern einfach einen Geräuschpegel zu, der sozusagen fernab ist von einer guten Lernatmosphäre. […].. Eigentlich ist mein Eindruck, dass wir uns schon länger in einer schulischen Krise befinden und dass es einfach respektlos ist - Lehrern und Kindern gegenüber - in diesen großen Klassen in verwahrlosten Gebäuden zu unterrichten.“
Kinder und Jugendpsychiater Michael Schulte-Markwort am 10. Oktober 2021 im DLF
Samstag, 16. Oktober 2021
Marktbildungsmusik
„Die Volkshochschul-Angebote vermitteln Kenntnisse über Stimme, Klang und Ton, um einen befreiten Umgang mit der eigenen Stimme zu ermöglichen und zu fördern.[…] Praktische und theoretische Grundkenntnisse für das gewählte Instrument werden vermittelt, musikalische und technische Grundlagen gelegt.“
Deutscher Volkshochschulverband: Leitfaden für den Programmbereich Kultur- Gestalten. 2016, S. 18f
"Im musikalischen Bereich der Volkshochschule […] werden theoretische und praktische Seminare angeboten ebenso wie Stimmbildung, Singen, Instrumentalspiel und Einführung in klassische Musikkonzerte.“
Kyong-suk Pak: Musikalische Sozialisation und aktuelle Bildungspraxis. Zum subjektorientierten Lehren und Lernen in der musikalischen Erwachsenenbildung. 2007, S. 98
„Die Kreismusikschule ist ab dem Wintersemester 2011/2012 Ihr direkter Ansprechpartner in allen Fragen, die Musikkurse und Musikworkshops im Angebot der VHS betreffen. […] Die Kurse und Workshops werden auf der Grundlage der aktuellen Satzung und Entgeltordnung der Kreismusikschule angeboten.“
Kreisvolkshochschule Viersen. Programm 2. Semester 2011, S. 197
„Die Entgeltsätze für Erwachsene wurden ebenfalls einem Quervergleich mit umliegenden Musikschulen unterzogen. Im Ergebnis liegt die Kreismusikschule hier sehr deutlich über dem Durchschnitt umliegender kommunaler Musikschulen. Auch private Anbieter haben oftmals günstigere Leistungskonditionen als die Kreismusikschule.“
Kreis Viersen. Sitzungsvorlage 192/2021
„Die Musikschule sollte sich aus der Erwachsenenbildung zurückziehen. Und diesen Bereich dem freien Markt, den privaten Musikschulen überlassen.“
Martin Röse: Aufgabe verfehlt, Rheinische Post Viersen 21. September 2021
Samstag, 9. Oktober 2021
Grünwaschzwang
„Wenn man in Lützerath den Blick über die Landschaft schweifen lässt, sind rundum gut hundert Windräder zu sehen, die übrigens auch RWE Power gehören. Nun blies am Wochenende im Rheinland ein stetiger und ergiebiger Wind. Trotzdem standen, wie so oft, die Hälfte der Turbinen still. Nicht weil sie kaputt wären. Sie sind ausgeschaltet, weil die Braunkohleverstromung ununterbrochen läuft. Die Steinzeittechnologie lässt sich nicht einfach unterbrechen, stattdessen ruhen halt die Windräder, weil das Netz gesättigt ist. So verhindert der Braunkohleabbau sehr direkt, Tag um Tag, Stunde um Stunde, die Nutzung der Erneuerbaren. Und arbeitet sich unermüdlich näher an 1,6 Grad folgende.“
Bernd Müllender: Warten auf die neue Abrisskante. TAZ vom 4. Oktober 2021
„RWE hat sich äußerst geschickt gegen das größte Risiko abgesichert: die stetig steigenden CO2-Preise. 'Das darf man nicht laut sagen, aber mit Kohle verdient RWE richtig gutes Geld', sagt ein RWE-Insider.[…] 'Die detaillierten Informationen werden gut behütet', sagt Analyst Peter Crampton von Barclays: 'Das ist ja auch politisch eher sensibel.' [...] 'RWE sollte deshalb trotz der steigenden CO2-Preise die Braunkohlenkraftwerke gewinnbringend betreiben können.‘“
Jürgen Flauger und Kathrin Witsch: Milliardengeschäft Kohle. Handelsblatt vom 20. September 2021
„Wir haben mit Erfolg den Neustart gewagt: Mit 120 Jahren erfolgreicher Geschichte im Rücken, hat sich RWE fundamental gewandelt und ist heute ein führender Anbieter von Erneuerbaren Energien weltweit. Mit Windparks, Solarkraft und Batteriespeichern in vielen Ländern. Schon heute ist der größte Teil unseres Kerngeschäfts grüner Strom.“
www.rwe.com am 7. Oktober 2021
Samstag, 2. Oktober 2021
Lützerathaus
"Darüber hinaus wäre es unverantwortlich, den nachfolgenden Generationen den Großteil unserer Reduktionslast aufzubürden, da sie gleichzeitig die Hauptbetroffenen der von uns ausgelösten Klimaveränderung sein werden.“
Deutscher Bundestag - 12. Wahlperiode. Schlussbericht der Enquete-Kommission "Schutz der Erdatmosphäre". Mehr Zukunft für die Erde - Nachhaltige Energiepolitik für dauerhaften Klimaschutz, Oktober 1994, S. 65
„Einigung über Garzweiler II“
Tagesschau vom 30. Oktober 1998
„Um das Eigentumsrecht der Nonnen an dem Hof für alle Zeiten zu sichern, besiegelte der Erzbischof die Urkunde und erklärte, dass jeder, der versuchen würde, diesen Hof der Kirche […] wegzunehmen, auf immer verdammt sein und zur Hölle fahren soll.“
Erzbischof Philipp aus Köln im Jahre 1168 in Bezug auf den „Paulshof“ in Lützerath – zitiert von Karl L. Mackes: Erkelenzer Börde und Niesquellengebiet. Mönchengladbach 1985, S. 174
„Es wird unerlässlich, ein Rechtssystem zu schaffen, das unüberwindliche Grenzen enthält und den Schutz der Ökosysteme gewährleistet, bevor die neuen Formen der Macht, die sich von dem techno-ökonomischen Paradigma herleiten, schließlich nicht nur die Politik zerstören, sondern sogar die Freiheit und die Gerechtigkeit.“
Papst Franziskus Enzyklika Laudato Si – Über das gemeinsame Haus. Abs. 53
„Wir lehnen uns auf gegen ein neokoloniales, zerstörerisches System, das die Grundlagen des Lebens weltweit zerstört.“
http://luetzerathlebt.info/
"Lützen" ist ebenso wenig ein Beitrag zum guten Leben wie "Gegenangriff".
'Grenzlandgrün' am 2. Oktober 2021
Lützen ist ein fast vergessenes Verb. Es beschreibt das, was im Klima- und Umweltschutz jahrzehntelang eine Rolle gespielt hat. Die Folge des Lützens sind eher unangenehme Dialoge zwischen Babyboomern und Menschen aus der Generation Z.: Gespräche, die an die 1960er und 1970er Jahre erinnern. Ein weiteres Ergebnis des Lützens: Lützerath, das katholisch geprägte Dorf, das einst als grüne Insel inmitten weiter Ackerflächen galt, ist heute eine zu verteidigende Zone für klimagerechte Utopien geworden. Lesen Sie mehr
Samstag, 25. September 2021
Raumausstülpung
„Wir müssen verhandeln, wie wir die öffentlichen Räume neu aufteilen. Um sichere Wege zu schaffen, brauchen wir Platz. Aber gerade in den Städten ist der begrenzt und vielfach auch belegt durch Infrastrukturen, die vor allem auf Automobilität ausgerichtet sind…“
"Radprofessorin" Jana Kühl in der TAZ vom 30. Juni 2021, S.5
„Die starke Zunahme der Menschen mit Adipositas in den industrialisierten Ländern führen Wissenschaftler verstärkt auf dick-machende Umweltfaktoren (obesogenic environment) zurück.“
IFB Adipositaserkrankungen der Universität Leipzig - https://www.ifb-adipositas.de/adipositas/ursachen„
Die Fahrzeuggewichte haben sich in den vergangenen Jahrzehnten enorm erhöht…“
Prof. Dr. Eckard Helmers: Die Modellentwicklung in der deutschen Autoindustrie. Gewicht contra Effizienz. Gutachten vom 9. September 2015
„Der Bundestag wächst nach unseren Berechnungen auf vermutlich mehr als 830 Mandate an, weil sich insbesondere die CSU, aber auch CDU und SPD gegen eine grundlegende Wahlrechtsreform gestemmt haben.“
Britta Haßelmann am 24. September 2021 gegenüber der Rheinischen Post
„Ich glaube, Menschen zu sehen, die sich ein Abbild aus Beton und Stahl von ihrem Wissen über ihren Körper bauen, in der Hoffnung sich in diesem geborgen zu fühlen. Ein Menschgott stülpt sich aus, um sich in sich zu verkriechen.“
Thomas Kaever: Die grüne Autobahn. Kursbuch 53 vom September 1978. S. 106













