GRENZLANDGRÜN   
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Montag, 15. Juni 2026

Aufruf zur Umkehr: Dr. Jean Ziegler (*1934 – †2026)

Jean Ziegler, das „Weltgewissen aus der Schweiz“, der „Rebell vom Genfer See“ (1)  der Marxist mit katholischem Pathos und einem unerschütterlichen „Optimismus des Willens“ (2) ist am 10. Juni 2026 im Alter von 92 Jahren an den Folgen einer Parkinson-Krankheit gestorben.

Die FAZ zählt den antikapitalistischen Soziologen, Rechtwissenschaftler und „streitbaren Humanisten“ „zu den wichtigsten Figuren der europäischen Linken seit den Sechzigerjahren“. (3) Unumstritten war Ziegler nicht. (4) Er legte sich mit Banken, Konzernen, Rohstoffhändlern und internationalen Institutionen an. Als UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung machte er aus dem abstrakten Begriff „Menschenrechte“ eine konkrete politische Waffe. Bis zuletzt sprach Ziegler vom Kapitalismus als „kannibalischer Weltordnung“.

„Ziegler brachte Menschen dazu, sich nicht mit den Dingen abzufinden, mit denen man sich nicht abfinden darf. Das war seine wichtigste Fähigkeit und seine größte Leistung“, urteilt TAZ-Redakteur Christian Jakob. (5) über den leidenschaftlichen und kantigen Intellektuellen und Politiker.

„Zieglers Prominenz und seine unvergleichliche Fähigkeit, Unrecht als solches zu benennen, machte ihn zum Vorkämpfer für eine bessere Welt.“, schreibt Franz Alt: „Jean Ziegler wurde nicht müde, auf den Skandal hinzuweisen, dass in unserer reichen Welt täglich zehntausende Menschen verhungern. In dieser Welt der Superreichen und der Tech-Milliardäre ist der Tod eines „Weltgewissens“ besonders schmerzlich.“ (6)

Jean Ziegler verkörperte einen linksbürgerlichen Universalintellektuellen, der auf dem Weg der „subversiven Integration“ (7) Leidenschaft mit freundlichem Sanftmut, politische Fehleinschätzungen mit wissenschaftlicher Analyse verbinden konnte. Der Bertelsmann Verlag schätzt seinen Autor: „Mit Jean Ziegler verliert die Welt einen Intellektuellen alten Schlages: einen Mann, der nicht nur beobachtete, sondern Partei ergriff; der nicht neutral sein wollte, wenn Menschen hungerten; der sein Leben lang daran glaubte, dass Aufklärung und Widerstand etwas verändern können. Seine Bücher bleiben. Und mit ihnen die unbequeme Frage, die er immer wieder stellte: Warum akzeptieren wir eine Welt, in der Überfluss und Elend nebeneinander existieren? Jean Ziegler hat diese Frage nie losgelassen. Nun gibt er sie an uns weiter." (8)

Compañero Jean Ziegler glaubte bis zuletzt an einen flächendeckenden Aufstand des Gewissens, an eine Revolte der planetarischen Gesellschaft gegen das tägliche Massaker des Hungers., schreibt Martin Ling im „nd“. (9)

Die Zahlen der OECD und des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI bestätigen es:  Während die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit im Jahre 2025 drastisch zurückgingen, sind die globalen Militärausgaben auf ein Rekordhoch gestiegen. Die internationale Solidarität schrumpft, die globale Ungleichheit wächst. Der Trend weist nicht in Richtung nachhaltiger Stabilität. Es geht eher weiter auf dem Weg hin zu Konflikt, Krieg, Kollaps. „Die Welt braucht nicht mehr Waffen. Sie braucht mehr Vertrauen, mehr Zusammenarbeit und mehr Solidarität, sagt die renommierte UN-Diplomatin Izumi Nakamitsu. (10)

Das ist auch ein politischer Aufruf zur Umkehr, denn Hunger, Armut und Zerstörung sind keine Schicksale, sondern politische Entscheidungen. Solange diese Erkenntnis noch Unruhe stiften kann, wird Jean Zieglers Geist weiterleben, in Thomas Piketty, Naomi Klein, Jason Hickel, Nancy Faser, Yanis Varoufakis, Kohei Saito, Eva von Redecker, Maja Göpel, Wolfgang Streeck,  Ulrich Brandt, Markus Wissen, in Attac, den Klimagerechtigkeitsbewegungen und vielen anderen individuellen und kollektiven Intelligenzen…

Im  Moment sehe es jedoch so aus, als könnte Papst Leo XIV. dieses fehlende „Weltgewissen aus der Schweiz“ ersetzen, meint Franz Alt. (6) Wenn das „Weltgewissen“ durch einen Menschen verkörpert werden soll, der globale Ungerechtigkeit moralisch verdichten und mit institutioneller und intellektueller Autorität anklagen kann, dann könnte der Papst Zieglers Leerstelle womöglich auch für diejenigen füllen, die nicht an den Eigentumsverhältnissen rütteln wollen und die sich lieber mit moralischen Appellen und dem Herzenswandel als mit kapitalistischen Machtfragen und linken Gegenwartsdiagnosen beschäftigen möchten…

Verweise

1. Wolf Michael Eimler. Film Jean Ziegler - Der Rebell vom Genfer See. [Online] https://www.youtube.com/watch?v=E-OIyrQBFUc

2. Nicolas Wadimoff. Jean Ziegler – Der Optimismus des Willens. [Online] 2016. https://www.jeanziegler-film.com/

3. Ein streitbarer linker Humanist. FAZ. [Online] 10. Juni 2026. https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/streitbarer-humanist-zum-tode-von-jean-ziegler-200917562.html

4. Jean Ziegler. Wkipedia. [Online] 13. Juni 2026. https://de.wikipedia.org/wiki/Jean_Ziegler

5. Christian Jakob. Das Weltgewissen aus der Schweiz. [Online] 11. Juni 2026. https://taz.de/Nachruf-auf-Globalisierungskritiker/!6186393/

6. Franz Alt. Jean Ziegler: Das Weltgewissen ist tot. Sonnenseite. [Online] 12. Juni 2026. https://www.sonnenseite.com/de/franz-alt/kommentare-interviews/jean-ziegler-das-weltgewissen-ist-tot/

7. KPÖ. "Wer die Menschen liebt, muss sehr stark hassen, was sie unterdrückt." Ein Nachruf auf Jean Ziegler. [Online] [abgerufen am 13. Juni 2026.] https://www.kpoe.at/wer-die-menschen-liebt-muss-sehr-stark-hassen-was-sie-unterdrueckt-ein-nachruf-auf-jean-ziegler/

8. Bertelsmann-Verlag. Jean Ziegler im Alter von 92 Jahren gestorben. Börsenblatt [Online] 12. Juni 2026. https://www.boersenblatt.net/news/jean-ziegler-im-alter-von-92-jahren-gestorben-426497

9. Martin Ling. Jean Ziegler: Der Aufstand des Gewissens kommt, »Compañero«. [Online] 11. Juni 2026. https://www.nd-aktuell.de/artikel/1200322.nachruf-jean-ziegler-der-aufstand-des-gewissens-kommt-companero.html

10. International Peace Bureau. Message by UN ODA High Representative Izumi Nakamitsu on the global day of action on Militaray spending. [Online] 27. April 2026. https://ipb.org/message-by-un-oda-high-representative-izumi-nakamitsu-on-the-global-days-of-action-on-military-spending/

Mittwoch, 23. Okrober 2024

"Satirina": Toxische Pommes ( *ca. 1990)

Sie ist ein Internetphänomen der Generation Y, beschäftigte sich von klein auf mit Kultur- und Mentalitätsunterschieden, integrierte nach eigenen Aussagen "die Ausländerin in sich" erfolgreich weg und hielt sich am 10. Oktober 2024 zu einer Lesung bei den 14. Nettetaler Literaturtagen in der Kaldenkirchener Alten Fabrik auf. Die österreichische Satirikerin heißt Irina, mag komische Situationen, unangenehme Begegnungen, lustige Beschreibungen und Dinge, die nicht zusammenpassen. Mit ihrem Examen hat sie versprochen, ihr juristisches Wissen im Dienste der Gerechtigkeit und des Rechts einzusetzen, sich nicht von Parteilichkeit, Eitelkeit, Gewinnsucht und persönlichem Vorteil leiten zu lassen sowie der Gleichheit und Würde der Menschen und dem Ansehen des Rechts zu dienen. Lesen Sie mehr

Dienstag, 28. März 2023

Versöhnen und vermitteln: Dr. Antje Vollmer (*1943 - †2023)

Antje Vollmer, die sanfte, gebildete, facettenreiche und kluge Mediatorin, die christlich geprägte Versöhnerin und Vermittlerin galt als zäh, standhaft und nervenstark. Sie gehörte zu den großen Politiker*innen und Intellektuellen, die nicht selten anecken, sich in einer Minderheitenposition wiederfinden oder zwischen allen Stühlen sitzen.

Nicht wenige grüne Parteikolleg*innen empfanden sie als Nervensäge aus der Pastorenfraktion. Dennoch: Mit ihrer Standhaftigkeit hat Vollmer die grüne Partei als eine politische Kraft für eine gerechtere Welt geprägt. Für den TAZ-Redakteur Jan Feddersen verdient Vollmer „einen sehr prominenten Platz in der Hall of Fame der grünen Bewegung“. Denn die Partei habe ihr viel zu danken und „den einstigen Schmuddelkindern der Politik zu einer gewissen Respektabilität in der politischen Arena verholfen.“ (1)

Für Vollmer war Politik vor allem ein moralisches Anliegen. Sie litt bis zuletzt am pazifistischen Substanzverlust des Ende der 1970erJahre entwickelten grünen Zukunftsbündnisses aus Friedens- und Umweltbewegung. Spätestens seit dem Kosovo-Krieg empfand Antje Vollmer den grünen Bellizismus als die Niederlage ihres Lebens. Die Grünen waren für sie vor allem eine Friedenspartei, eine ökologische Partei und eine für die Menschenrechte. Ohne die Friedensbewegung und ohne den Pazifismus hätten es die Grünen nach der Analyse Vollmers niemals geschafft, in den Bundestag zu kommen. In der Tat: Petra Kelly und Joseph Beuys verkörperten Anfang der 1980er das charismatische Element, das die Grünen populär machte Wie würde Kelly wohl heute die ausweglos erscheinende Lage analysieren? Was würde sie tun? Antje Vollmer suchte bis zuletzt nach neuen Ansätzen für eine ökosoziale Bewegung, die die Spaltung zwischen den Menschen überwindet.

Als Bundeskanzler Schröder am 16. November 2001 die Frage der Beteiligung der Bundeswehr am „Krieg gegen den Terror“ aus taktischen Gründen mit der „Vertrauensfrage über sein Schicksal als Bundeskanzler“ verknüpfte, stimmte Antje Vollmer gegen ihre Überzeugung mit einem „Ja“ zum Bundeswehreinsatz in Afghanistan.

Dieser Tag war alles andere als ein Glanzlicht des deutschen Parlaments. Wer für den Militäreinsatz war, stimmte gegen ihn. Wer den Militäreinsatz aus sachlichen und moralischen Gründen für falsch hielt, stimmte dafür, um das vermeintliche rot-grüne Reformprojekt nicht zu gefährden. Am 14. März 2003 hielt Gerhard Schröder seine Agenda 2010-Rede, die den Startschuss für die Hartz-Reformen zum Abbau von Sozialleistungen gab.  Anfang März 2023 scheiterte ein Parteiausschlussverfahren gegen Schröder…

Es gibt keine Geschichte ohne unser Interesse an ihr. Welche Auswahl aber trifft unser Interesse, das der Gegenwart verhaftet ist? Wissen wir schon, was wir finden? Finden wir nur, was wir suchen?“, schrieb Antje Vollmer im Vorwort zu ihrem Buch „Doppelleben“ (2)…

Max Klein und Roland Appel haben zwei lesenswerte Nachrufe auf Antje Vollmer veröffentlicht, der eine am 27. März 2023 im „Blättchen“ (3) der andere am 16. März 2023 im „Beueler Extradienst“ (4) Beide Nachrufe sind von vielen persönlichen Begegnungen geprägt.

Der ehemalige Grünen-Politiker Roland Appel gesteht, dass auch er nie so ganz mit Antje Vollmers Positionen „warm werden“ konnte, obwohl er sie seit 1986 kannte. „Und ich weiss, dass es vielen anderen, die jahrelang eng mit ihr zusammen gearbeitet haben, ebenso ging.“ (4)

Daher beschreibt Appel - anders als Klein - Antje Vollmer auch als eine harte Machtpolitikerin und lausige Köchin. Er schildert die Rivalitäten zwischen ihr und dem damaligen Platzhirschen Otto Schily. Er erinnert an das Bonner Feminat, das die Männerwelt des Bonner Bundestags aufmischte oder die umstrittene Initiative „Aufbruch“, die ein Auseinanderbrechen der Partei in grüne Fundis und Realos verhindern wollte. Gespräche zwischen ihr und Oskar Lafontaine trugen zu einem rot-grünen Konzept bei,  endeten 1990 bei den ersten gesamtdeutschen Wahlen aber nicht mit einer rot-grünen Bundesregierung. Stattdessen flogen die Grünen aus dem Bundestag und Antje Vollmer wurde nicht Ministerin, sondern TAZ-Journalistin.
Einig sind sich nicht nur Klein und Appel, dass Antje Vollmer eine „Menschenfängerin“ war. Appel bewundert, dass sie selbst den knorrigen Realo-Vordenker Udo Knapp „zu kreativen Höchstleistungen“ motivieren konnte (4). Appel und Klein verweisen auf Vollmers Dialoginitiative zwischen der Roten Armee Fraktion (RAF) und den Strafverfolgern, die letztlich zur gewaltlosen Abrüstung in den „geistigen Bunkern“ beider Seiten führte.

Klein geht auf Vollmers Rolle in der deutsch-tschechischen Versöhnung und auf Vollmers Streben nach einer Vereinigung von Politik, Kultur und Öffentlichkeit ein. Vollmer versuchte immer, ohne ein Freund-Feind-Schema den Gründen für menschliches Handeln nachzugehen. Dafür erhielt sie 2003 den Tomáš-Garrigue-Masaryk-Orden (3. Klasse).  Er ist eine der höchsten staatlichen Auszeichnungen der Tschechischen Republik.

„Antje Vollmer wurde durch die Erfahrungen ihres Lebens, auch ohne Amt, zu einer großen Politikerin, um die auch jene trauern werden, die sie weniger verstanden. Sie war eine große Aufklärerin, die nicht nur politisch, sondern auch literarisch herausragt.“, schreibt  Max Klein (3) Er belegt dies mit Hinweisen auf Vollmers Buch „Doppelleben“ (2). Dort rekonstruiert sie die Familiengeschichte von Heinrich und Gottliebe von Lehndorff aus Ostpreußen, die im Widerstand gegen Hitler und von Ribbentrop ihr Leben und das ihrer Angehörigen einsetzten.

Mit Hans-Eckart Wenzel veröffentlichte sie Bücher über die Regisseure Rainer Werner Fassbinder (BRD) und Konrad Wolf (DDR) (5). Darüber führten sie am 21. März 2022 ein öffentliches Gespräch in der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte in Lehnitz bei Berlin. (5)

Kleins Fazit: „Der Zauber der Antje Vollmer besteht in ihrer Kultur und stillen Unabhängigkeit.“ (3) Diesem Zauber kann man seit dem 15. März 2023 nur noch mittelbar per Video nachspüren. (6)

Kurz vor ihrem Tod veröffentlichte die Berliner Zeitung (7) Vollmers letzten Text, den sie als politisches Vermächtnis verstanden wissen wollte und der an den Aufruf „Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!“ (8) anschloss. Vollmer setzt sich darin mit der „Schwurformel von der Zeitenwende“ und der Tragödie des Ukraine-Kriegs auseinander. Sie widerspricht darin „der heute üblichen These, 1989 habe es eine etablierte europäische Friedensordnung gegeben, die dann Schritt um Schritt einseitig von Seiten Russlands unter dem Diktat des KGB-Agenten Putin zerstört worden sei, bis es schließlich zum Ausbruch des Ukrainekrieges kam.“

Vollmers Perspektive ist eine andere. Nachdem 1989 die „Pax atomica“ zerbrochen sei, habe die visionäre Phantasie Europas und des Westens nicht ausgereicht, „um sich das haltbare Konzept einer stabilen europäischen Friedensordnung auszudenken, das allen Ländern der ehemaligen Sowjetunion einen Platz verlässlicher Sicherheit und Zukunftshoffnungen anzubieten vermocht hätte.“

Stattdessen sei mit westlicher Hybris der Zusammenbruch der Sowjetunion zu einem Sieg im Systemkonflikt erklärt und das einzigartige Verdienst der sowjetischen Führung unter Michail Gorbatschow „mit einer verblüffenden Arroganz als gerngesehenes Geschenk der Geschichte eingeordnet“ worden. Vollmer hält es für eine Fehlinterpretation, die nahezu gewaltfreie Auflösung des sowjetischen Imperiums durch „die Helden des Rückzugs“ (Hans Magnus Enzensberger) als Schwäche des Systems zu deuten. Heute werde stattdessen der Anteil am Verdienst der Gewaltfreiheit auf sowjetischer Seite heruntergeredet - mit einem Hang zum Heroischen, zur Selbsterhöhung und zum Nationalchauvinismus.
Vollmer plädiert stattdessen für „die Kunst der Selbstbegrenzung, der friedlichen Nachbarschaft, der Fairness, der Wahrung gegenseitiger Interessen und des Respektes voreinander. […] Wer die Welt wirklich retten will, diesen kostbaren einzigartigen wunderbaren Planenten, der muss den Hass und den Krieg gründlich verlernen. Wir haben nur diese eine Zukunftsoption.“ (7)

Nach der Lektüre dieses Essays fragte sich nicht nur Heribert Prantl:Wie sähe die deutsche Außenpolitik aus, wenn nicht Annalena Baerbock, sondern ihre grüne Parteifreundin Antje Vollmer Außenministerin wäre? Welche deutsche Beteiligung am Ukraine-Krieg hätte Vollmer gebilligt? Wie hätte ihre Nothilfe für das überfallene Land ausgesehen? Und welche diplomatischen Initiativen würde sie als Ministerin betreiben, um einen Weg zum Frieden zu finden?“ (9)

Auch wenn er es für unfair hält, Vollmers Leben mit dem „unserer unerfahrenen Außenministerin“ zu vergleichen, formuliert Max Klein eine Antwort auf Prantls hypothetische Fragen: „Die Bundesrepublik Deutschland hätte eine Außenministerin gehabt, klar in ihrem Urteil und gelebten „Werten“, die wohl hätte vermitteln können, da sie weder sich selbst, noch auch üble Konfliktparteien durch vorlaute Worte desavouiert hätte.“ (3)

Verweise

1. Feddersen, Jan. Streitbare Pazifistin. [Online] 16. März 2023. https://taz.de/Nachruf-auf-Antje-Vollmer/!5919054/

2. Vollmer, Antje. Doppelleben. Heinrich und Gottliebe von Lehndorff im Widerstand gegen Hitler und von Ribbentrop. 2010. ISBN 978-3-8218-6232

3. Klein, Max. Antje Vollmer, Salut. Das Blättchen. [Online] 27. März 2023. https://das-blaettchen.de/2023/03/antje-vollmer-salut-65268.html

4. Appel, Roland. Eine gewaltige, leise Stimme, die fehlen wird. Beueler Extradienst. [Online] 18. März 2023. https://extradienst.net/2023/03/18/eine-gewaltige-leise-stimme-die-fehlen-wird/

5. Antje Vollmer und Wenzel im Gespräch über Konrad Wolf. You tube. [Online] 2. April 2022. https://www.youtube.com/watch?v=Uw8NhF0IbSU

6. [Online] https://antje-vollmer.de/video.html

7. Vollmer, Antje. Was ich noch zu sagen hätte. Berliner Zeitung. [Online] 23. Februar 2023. https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/ein-jahr-ukraine-krieg-kritik-an-gruenen-antje-vollmers-vermaechtnis-einer-pazifistin-was-ich-noch-zu-sagen-haette-li.320443

8. Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen! Zeit-online. [Online] 5. Dezember 2014. https://www.zeit.de/politik/2014-12/aufruf-russland-dialog

9. Prantl, Heribert. Was, wenn statt Baerbock Antje Vollmer Außenministerin wäre? Infosperber. [Online] 28. Februar 2023. https://www.infosperber.ch/politik/welt/was-wenn-statt-baerbock-antje-vollmer-aussenministerin-waere/

10. Brie, Michael: Hass und Krieg verlernen. Ein Nachruf auf Antje Vollmer. Rosa-Luxemburg-Stiftung. 17. März 2023. https://www.rosalux.de/news/id/50135/hass-und-krieg-verlernen

Dienstag, 23. August 2016

Zwischen den Kulturen: Prof. Dr. Klaus-Peter Hufer (*1949)

Der Kempener Politikwissenschaftler Prof. Dr. Kaus-Peter gab ein Sommerinterview.  Seine Antworten auf die immer komplexeren Fragen rund um die gesellschaftliche Zukunft erschienen auf den ersten Blick erstaunlich simpel,  könnten aber nach Ansicht von Grenzlandgrün neue Ressentiments in Bezug auf "die zwei Kulturen" hervorrufen. Lesen Sie mehr.

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  Stand: 18.07.2026
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