Der Grenzlandgrünschnitt Nr. 269 wirft einen romantischen Blick auf den Stoffwechsel zwischen Mensch und Wasser – jenseits von Effizienz, Verschmutzung und Verwertung. Manchmal reicht es, einfach da zu sein und liebevoll ehrsehend in die Luftschmelzlinge einzutauchen….
Am 27. Februar 2026 wurde die Studie „Stärkung der regionalen Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien“ des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung“ im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz in Kooperation mit dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) GmbH und dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult endgültig fertiggestellt. Die am 13. April 2026 hochgeladene Studie ist auf der Webseite des Ministeriums nur zu finden, wenn man explizit nach ihr sucht.
Das Wirtschaftsministerium unter Katharina Reiche hat die Ergebnisse nicht weiter beworben oder anderweitig kommuniziert. [Mehr lesen…]
Die Idee, dass nachhaltige Transformationen eher aus den peripheren Regionen als aus den Zentren hervorgehen, ist ein wiederkehrendes Motiv in Geographie, Politikwissenschaft oder Soziologie. Das hat etwas mit kulturellen Identitäten, wirtschaftlicher Benachteiligung oder schwacher staatlicher Durchdringung zu tun. Der französische Philosoph und Soziologe Henri Lefebvre (1901 – 1991) entwickelte eine Dialektik gesellschaftlich erzeugter Räume, in denen der wahrgenommene, der konzipierte und der gelebte Raum in einer Spannung zueinander stehen. Karten und Kataster produzieren abstrakte Räume, die die gelebten Räume verdrängen können…
Auch das ist ein Hintergrund des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projekts „Planwende durch die Transdisziplinäre Integration regionaler und sozio-kultureller Faktoren in die Planung von Energiewende-Maßnahmen vor Ort (PlanTieFEn).“ (1) Das Projekt lief von Februar 2023 bis Januar 2026. Untersucht wurden unterschiedliche Energieregionen in Deutschland und die Wirkungen von räumlichen Identitäten und regionalen Energiekulturen. Im Mittelpunkt standen soziokulturelle und historische Aspekte der Flächennutzung und die gesellschaftliche Wahrnehmung des örtlichen Landschaftswandels. [Mehr lesen…]
Der einzige bekannte von Boden bedeckte Planet ist die Erde. Doch darüber, was in mit unseren Böden geschieht, wissen noch wenig. Unter unseren Füßen leben unzählige Bakterien, Pilze und Tiere, die den Boden aufbauen und fruchtbar machen. 90 Prozent aller fruchtbaren Böden sind derzeit schätzungsweise bedroht. Es gilt daher, die Zerstörung des Bodens aufzuhalten.
Der Wissenschaftsjournalist Jörg Blech und der Bodenökologe Professor Dr. Matthias Rillig haben einen lesenswerten Auszug aus ihrem 2025 erschienen Buch „Mutter Erde. Wie der Verlust des Bodens unseren Planeten bedroht“ bearbeitet und am 8. [Mehr lesen…]
Öffentlichkeit ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Pluralität ist kein Zerfall, sondern Erkenntnisgewinn. Insofern erzeugt der Satz „Früher hatten wir eine gemeinsame Wirklichkeit, heute lebt jeder in seiner eigenen Wirklichkeit“ eine nicht unproblematische Suggestivlandschaft, die den Ruf nach starker Führung und das Misstrauen in pluralistische Diskurse stärken kann. Der Grenzlandgrünschnitt Nr. 268 möchte ganz unnostalgisch alle Suggestivlandschaften entwirseln, um das Nebelleben zu entmachten…
Das Dämmerlicht des frühen Morgens eignet sich nicht nur für Logistik, Polizeirazzien oder militärische Angriffe. Es steht auch für einen Zustand zwischen Schlaf und Wachsein, für Stille, Bilder, Assoziationen und Unfertiges. Verknüpfungen sind freier, Gedanken weicher, weil die Welt noch leise ist. Der Grenzlandgrünschnitt Nr. 267 empfiehlt daher im Sinne Torsten Schäfers, die Zartmorgengaben stillzukosten…
Die Europäische Gemeinschaft war ein großartiges Friedensprojekt. Als sich das Nobelpreis-Komitee 2012 entschieden hatte, Europa den Friedensnobelpreis zu verleihen, waren dessen Gründer nicht mehr am Leben. Daher hat die Institution EU den Preis erhalten. Sie hat nach dem Ende des Kalten Krieges in den 1990er Jahren sog. Softpower mit wirtschaftlichen Anreizen ausgeübt. Gegenspieler waren nicht in Sicht. [Mehr lesen…]
Die italienische Stadt Riccione hat ihnen 2015 ein Budget von 11.000 Euro zur Verfügung gestellt, der Stadtrat von Bologna hat ihnen einen Preis für ihre soziale Rolle verliehen und 2017 einen Platz nach ihnen benannt. Ein Lied über sie gibt es auch schon. Die jetzt in Rente gehenden Babyboomer könnten sie sich zum Vorbild nehmen und ehrenamtlich dazu beitragen, dass die ganzen Sisyphosien des deutschen Alltags umarelliert werden. Mehr dazu im Grenzlandgrünschnitt 265.
Derzeit erarbeitet die Landesplanungsbehörde eine dritte Änderung des Landesentwicklungsplans für Nordrhein-Westfalen.Ihr Ziel ist eine „nachhaltigere Flächenentwicklung“. Das soll unter anderem mit regionalen Innovationen zum Flächensparen bei gesetzlich wachsenden Wohn- und Gewerbebedarfen oder mit Zielabweichungen für die Gewerbe- und Tourismusentwicklungen rund um die für die 2060er Jahre erwartete Seenlandlandschaft des Rheinischen Reviers umgesetzt werden. Das wirft Fragen zu den Flächenberechnungsmethoden, zur Steigerung von Nachhaltigkeit oder zur Sinnhaftigkeit einer grenzenlos abwägenden Raumplanung auf. Lesen Sie mehr dazu
Mit “Artemis 2” ist heute die erste bemenschte Mondmission seit mehr als 50 Jahren zu Ende gegangen. Auf der Rückseite des Mondes erlebte die vierköpfige Crew erstmals eine Ansicht auf eine Sonnenfinsternis, bei der die Sonne vom Raumschiff aus hinter dem Mond verschwand. Am selben Tag drohte der US-amerikanische Präsident Donald Trump im Iran einer ganzen Zivilisation mit Auslöschung. Für das Jahr 2028 ist eine erneute Mondlandung geplant. Das langfristige Ziel ist es, eine dauerhafte Mondstation aufzubauen.. Von dort sollen auch Flüge zum Mars starten. [Mehr lesen…]
Die biblische Passionsgeschichte mit ihren Darstellungen von Angst, Verrat und Gewalt beschreibt den holprigen Weg zum menschlichen Glauben an die himmlische Herrlichkeit. Das Osterwochenende zwischen Karfreitag und Ostermontag könnte auch daran erinnern, dass Menschen trotz mancher Durststrecken aus Enttäuschung, Erschöpfung, Scheitern und Sprachlosigkeit der Kraft der Liebe vertrauen können. Sind sie dann bereit, ihre Grenzen zu überschreiten und ins Ungewisse zu gehen? Revolutionär Neues kann offenbar nur im zwischenmenschlichen Raum des Glaubens entstehen. Wie hilfreich ist es dabei, die Osterlücken zu umherzeln wie es der Grenzlandgrünschnitt Nr. 263 beschreibt?
Der Bau der Rheinwassertransportleitung begann am 17. März 2026 und soll sich bis zum Jahr 2030 erstrecken. Wie, wohin und in welcher Qualität die RWE power AG das nicht ganz reine Rheinwasser von der Dormagener Entnahmestelle in die niederrheinische Landschaft umleitet, ist noch in einem wasserrechtlichen Genehmigungsverfahren zu klären. Die RWE power AG verspricht aber schon heute, für einen ausgeglichenen, sich selbst tragenden Wasserhaushalt im Rheinischen Revier zu sorgen und die Feuchtgebiete im Raum Schwalm-Nette zu sichern. Hybris und menschliche Überheblichkeit spielen dabei eine Rolle. [Mehr lesen…]